Evangelisches Pfarramt Lindau-Bilshausen


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Tournee der Luthertüren durch den Kirchenkreis

Zwei alte Kirchentüren aus dem Harz machen im Jubiläumsjahr eine Tournee durch unseren Kirchenkreis. Im Rahmen eines Adventstreffs am Samstag, 3. Dezember auf dem weihnachtlich gestalteten Hof der Ritterstraße 11 wurden die Türen in Bilshausen vorgestellt. Bei Glühwein und Gebäck und der Möglichkeit zu weihnachtlichen Einkäufen an den liebevoll aufgebauten Ständen gab es die Möglichkeit, seine eigenen Wünsche und Ideen zu möglichen Änderungen in der Kirche an den beiden alten Türen anzuheften. Danach waren sie auch in der Grundschule zu sehen. Im Gottesdienst am 11. Dezember in der Pauluskirche sprach Pastor Möhle über die Anregungen, die an die Tür genagelt worden waren. Danach gingen die Türen auf ihre weitere Reise durch den Kirchenkreis.

Vor 500 Jahren hatte sich Martin Luther mit seinen 95 Thesen gegen Irrwege der damaligen Kirche gewandt. Auch heute gibt es in der Kirche Dinge, die die Menschen nicht mehr erreichen, die sie sich wünschen würden. Daher greifen die Kirchengemeinden im Harzer Land den Thesenanschlag an der Tür der Wittenberger Schlosskirche von damals symbolisch auf und sammeln Vorschläge heutiger Christen zu zeitgemäßen Veränderungen.            

(Bericht: K. Seidel, Fotos: A. Gardt)

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Ökumenischer Adventsgottesdienst in Lindau

Am ersten Dienstag im Dezember fand in Lindau der traditionelle ökumenische Adventsgottesdienst statt. Pastor Möhle und Pater Alex gestalteten gemeinsam diesen Gottesdienst, der musikalisch vom Männergesangverein umrahmt wurde.

Da dieser Dienstag auch gleichzeitig der Nikolaustag war, ging Pastor Möhle in seiner Predigt besonders auf das Leben und Wirken des Hl. Nikolaus ein. Zu allgemeiner Überraschung und Freude trug das letzte gemeinsame Lied bei. Viele Mitglieder des gemischten Chors Lindau waren anwesend und die Gemeinde konnte, angeleitet durch den Dirigenten Hans-Joachim Strüder, mit dem Chor gemeinsam das Lied „Du lässt den Tag, o Gott, nun enden“ singen. Nach dem Gottesdienst entstand das Gruppenfoto mit den begeisterten Sängerinnen und Sängern,  die unseren Gottesdienst  fröhlich mitgestaltet haben.  Am ersten Dienstag im Dezember fand in Lindau der traditionelle ökumenische Adventsgottesdienst statt. Pastor Möhle und Pater Alex feierten gemeinsam diesen Gottesdienst, der musikalisch mitgestaltet wurde vom Männergesangverein.

Im Anschluss ging es in das Gemeindehaus zu Heißgetränken und angeregten Gesprächen. In adventlicher Stimmung konnte man sich auf Vorweihnachtszeit freuen. Es war wieder ein gelungener Abend.      

(Bericht: M. Güll, Foto: A. Gardt)

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Adventskaffee in der Pauluskirche Bilshausen


Am 1. Advent wurde zum Adventskaffee der Kirchengemeinde in die Pauluskirche eingeladen.

Zu Beginn feierte Pastor Harald Möhle  mit der Gemeinde den Gottesdienst zum 1. Advent. Die Vorfreude auf die Advents- und Weihnachtszeit war zu spüren.  Frau Nicole Romanus, Organistin aus Elbingerode, hat den Gottesdienst an der Orgel und mit der Gitarre begleitet. Gern wurden die bekannten Lieder fröhlich mitgesungen.

Nach dem Gottesdienst wurde die Kaffeetafel eröffnet. Der Kirchenvorstand hat auch in diesem Jahr eine wunderbare adventliche Atmosphäre in der Kirche geschaffen. Bei Kaffee, Tee und allerlei Plätzchen klang der Nachmittag dann aus.  (Bericht und Fotos: A. Gardt)

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30jähriges Dienstjubiläum unseres Organisten Henning Eulert

Schon als Schüler hatte die Musik es ihm angetan. Inzwischen ist Herr Eulert in seinem Amt ein gestandener und sehr kundiger Kirchenmusiker, an dessen Spiel wir uns in jedem von ihm begleiteten Gottesdient erfreuen können. Sogar ein Lied hat er gemeinsam mit Pastor Eckert zum Osterfest komponiert und getextet. Der Titel: „Von Trauer zur Freude“.

 Als Jurist ist Herr Eulert außerdem in kirchlichen Belangen ein geschätzter, kompetenter Ratgeber, der sich bestens im Kirchenrecht auskennt, und unseren Gemeinden in jeder Hinsicht mit Rat und Tat zur Seite steht. Wir wünschen uns, dass diese Zusammenarbeit zum Wohle unserer Gemeinden noch recht lange bestehen bleiben möge! 

In den Gottesdiensten am 16. Oktober, für die Herr Eulert die Lieder und Musik –abgestimmt auf die jeweilige Orgel - ausgewählt hatte, wurde ihm in beiden Gemeinden für seine langjährigen, treuen Dienste gedankt. Ein besonderer Höhepunkt war die Anwesenheit unseres ehemaligen Pastors i. R. Reinhard Eckert, der Herrn Eulert von Anfang an begleitet und unterstützt hat. Unser Organist und die ganze Gemeinde freuten sich über Pastor Eckerts Grußworte.

(Bericht: Strüber / Seidel, Foto: Gardt / Reschke)

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Erntedankessen in Lindau

Wieder haben sich in Lindau Frauen getroffen, die fleißig Gemüse geputzt und geschnippelt haben. Unsere bewährten und erfahrenen Köchinnen Frau Helm und Frau Lux haben daraus und mit einer herzhaften Fleischbrühe einen wohlschmeckenden Eintopf gekocht.

Nach dem gut besuchten Erntedank-Gottesdienst mit Abendmahl haben sich die Gäste im Gemeindehaus die Suppe schmecken lassen und zum Nachtisch bei Kaffee und Kuchen zugegriffen.

Herzlichen Dank für die Spenden: es sind insgesamt 485 Euro gegeben worden, die je zur Hälfte bestimmt sind für „Brot für die Welt“ und die eigene Gemeinde.  (Bericht: M. Güll, Foto: Güll und Käsemann)

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Ökumenischer Gottesdienst zum Sommerfest

Das vom Ortsrat der Gemeinde Lindau alljährlich organisierte Sommerfest am ersten August-Wochenende beginnt traditionell mit einem Gottesdienst, den in diesem Jahr Pater Marian und Pastor Möhle in ökumenischer Tradition gemeinsam feierten.  Mit der musikalischen Unterstützung von Herrn Eulert am Keyboard sangen die zahlreich vertretenen Gläubigen beider Konfessionen kräftig mit.  

(Bericht: Güll, Foto: Gardt)

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Gemeindeabend in  Lindau

Pastor Dr. Ulrich Kusche war von der Landeskirche beauftragt, für die Zeit des Studiensemesters von Pastor Möhle den Vertretungsdienst in unseren Gemeinden zu übernehmen. Wir sind dankbar für seinen Dienst und dafür, dass er für Bilshausen und Lindau jeweils einen Gemeindeabend angeregt hat.

 

In Lindau fand das Treffen am 7. Juni 2016 im Gemeindehaus statt, bei dem es um den Umgang mit Angehörigen fremder Religionen ging. Dieses Thema machte  angesichts der Flüchtlingssituation neugierig, so dass auch Gäste aus anderen Gemeinden den Weg nach Lindau gefunden haben. Pastor Dr. Kusche, der selbst in Jerusalem studiert und einige Zeit in Montenegro gelebt hat, konnte sehr anschaulich von seinen Erfahrungen mit Juden und Muslimen berichten. In der Runde waren einige, die über persönliche Erlebnisse insbesondere mit Muslimen berichten konnten, was zum Teil lebhafte Gespräche ausgelöst hat. Zusammenfassend bleibt festzuhalten, dass bei aller Verschiedenheit der Religionen für alle die „Goldene Regel“ gilt, die für die Christen bei Matthäus (7, 12) so lautet: Alles, was ihr wollt, dass euch die Menschen tun, das tut auch ihr ihnen ebenso. Es geht also  letztlich um einen liebevollen und herzlich zugewandten Umgang mit den Menschen, die uns begegnen.

(Bericht und Fotos: Monika Güll)

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Gemeindeabend mit Pastor Dr. Kusche in der  Pauluskirche  Bilshausen

 Auf Einladung von Pastor Kusche fand am 20.5.2016 in der Pauluskirche in Bilshausen ein Gemeindeabend mit dem Thema: "So lange her und wirkt noch nach.  Erlebnisse im 2. Weltkrieg im Fortgang der der Generationen"  statt. 

In einer kurzen Einführung erläuterte Dr. Kusche das Thema. Angesichts der kleinen Runde lenkte Dr. Kusche das Augenmerk auf die Frage, wie der Krieg die Eltern geprägt hat und sich ihr Erleben auf die Erziehung ihrer Kinder, also der Nachkriegsgeneration, ausgewirkt hat. In den Schilderungen der Teilnehmer kam dabei immer wieder zum Ausdruck, dass die Eltern der Kriegsgeneration offenbar ein Problem mit dem Ausdruck von Gefühlen und dem Praktizieren von herzlicher Nähe zu ihren Kindern hatten. Vermisst wurde nicht die Liebe der Eltern zu ihren Kindern, sondern die liebevolle Berührung, das In-den-Arm-genommen werden.

Das Thema hat alle Teilnehmer dieses Gemeindeabends sehr bewegt und das Interesse an einer Fortsetzung war groß. Daher wurde verabredet, im kommenden Spätherbst zu einer Fortsetzung dieser Art von Erzählgottesdienst mit Menschen aus den Gemeinden einzuladen, die zur Kriegsgeneration gehören.                                 

(Bericht: Hermann Martini) 

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Auf den Spuren von Martin Luther

Das war das Thema der Studienreise vom 8. bis 10. April 2016 für den Kirchenkreis Harzer Land. Unter der Leitung von Pastor Reinecke fanden Interessierte aus vielen Gemeinden des gesamten Kirchenkreises (auch aus Lindau) zusammen und erlebten ein umfangreiches Programm.

Auf dem Weg zum Zielort - der Lutherstadt Wittenberg - lag die erste Station, das Gartenreich Wörlitzer Park, der älteste, größte und schönste Englische Garten Kontinentaleuropas. Beeindruckend ist die Konzeption der Anlage mit wunderschönen Blickachsen, die uns bei einer Führung nahegebracht wurde. Angrenzend an den Park steht die Kirche St. Petri, in deren Kirchturm heute eine Bibelausstellung gezeigt wird. Martin Luther hat hier in der ursprünglich kleineren romanischen Kapelle im Jahre 1532 vor dem Fürsten gepredigt.

Am zweiten Tag ging es in die Lutherstadt Eisleben, wo wir zu allen wichtigen Stationen geführt wurden: zum Geburts- und Sterbehaus Luthers, zur Taufkirche und zur Marktkirche St. Andreas. Besonders beeindruckend ist die frisch renovierte St. Petri-Pauli-Kirche, die als Zentrum Taufe konzipiert ist (Bilder mit einem 360 Grad-Panorama unter WWW.ZENTRUM-TAUFE-EISLEBEN.DE).

Zurück in Wittenberg hatten wir am Abend Gelegenheit, in der Stadtkirche ein Chorkonzert von Schülerinnen und Schülern des Melanchton-Gymnasiums zu besuchen.

Am Sonntag besuchten wir den Gottesdienst in der Stadtkirche, der Haupt- und Predigtkirche Martin Luthers. Es war ein besonderer Gottesdienst im Rahmen der Reihe „Wittenberger Kanzelreden 2016“. Professor Michael Schneider, Roman- und Theaterautor und Zauberer, sprach sehr kurzweilig zu dem Thema Zeit und Zeitknappheit und veranschaulichte seine Ausführungen mit einem raffinierten Zaubertrick.

Wie alle Stätten, an denen Martin Luther lebte oder wirkte, ist auch die Stadtkirche aufwändig renoviert. Die Gemälde von Lucas Cranach auf dem Altar strahlen in neuem Glanz, die Farben leuchten regelrecht.

Bevor wir am Nachmittag die Rückreise antraten, hat uns eine Stadtführerin an den wesentlichsten Stationen: Lutherhaus, Melanchtonhaus, Rathaus, Cranach-Höfe, Schlosskirche mit „Thesentür“ sehr unterhaltsam und amüsant Geschichte und Geschichtchen nahegebracht.

Zusammenfassend kann man sagen:  Es waren drei beeindruckende Tage mit vielen Eindrücken. Und man braucht mindestens noch einmal drei Tage, um all die Häuser und Museen zu besuchen und das ganze Erlebte noch zu vertiefen. (Bericht: Monika Güll)

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Nachruf

Die ev.-luth. Kirchengemeinden Lindau und Bilshausen

trauern um ihre ehemalige Mitglieder des Kirchenvorstandes

Brigitte Donnerstag

verstorben am 28. Sept. 2016 im Alter von 70 Jahren

Herrn Werner Reisdorf

verstorben am 14. April 2016 im Alter von 87 Jahren

Herrn Bernd Mierzwiak

verstorben am 15. April 2016 im Alter von 60 Jahren

Wir haben sie im Vertrauen auf unsern Herrn, der den Tod überwunden hat und uns das ewige Leben zusagt, zur letzten Ruhestätte in dieser vergänglichen Welt geleitet.

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Christen feiern Abendmahl in der Pauluskirche Bilshausen

Am Gründonnerstag feierten ca. 30 Christen in der Pauluskirche das Abendmahl mit Wein und Brot in Erinnerung an das letzte Mahl von Jesus mit seinen Jüngern. Pastor Harald Möhle erinnerte in seiner Predigt an das Leben Jesu, welches in der Bibel, häufig  mit gemeinsamen Feiern (z. B. die Hochzeit zu Kanaan), dargestellt wird. Nachdem Brot und Wein gereicht wurde, so wie Jesus es damals mit seinen Jüngern tat, nahm die Tischgemeinschaft ein einfaches Abendessen miteinander ein.

Musikalisch wurde der Gottesdienst von Frau Nicole Romanus aus Elbingerode, an der Orgel und mit der Gitarre, mitgestaltet.   

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Weltgebetstag der Frauen am 4. März 2016

Im Zeichen der Ökumene wurde der gemeinsame Gottesdienst

zum Weltgebetstag der Frauen in Lindau und Bilshausen gefeiert.

Christinnen aus Kuba erarbeiteten die Liturgie unter dem Motto:

„Nehmt Kinder auf und ihr nehmt mich auf.“

Der Weltgebetstag wird in unseren Gemeinden seit Jahren in ökumenischer Tradition gefeiert.

In Lindau hat in diesem Jahr die ev.-luth. Kreuzkirchengemeinde die Ausrichtung übernommen.

„Nehmt Kinder auf und ihr nehmt mich auf“ - das war das Thema des Gottesdienstes, der von Frauen aus Kuba erarbeitet wurde.

In der Begrüßung wurden die Gottesdienstbesucher mit der Geschichte Kubas vertraut gemacht; Lesungen und Gebete gingen auch auf die aktuelle Situation ein. Musik und Lieder mit südamerikanischen Anklängen sorgten für eine fröhliche Grundstimmung im Gottesdienst.

Im Anschluss daran waren alle eingeladen in das Gemeindehaus. Bei Tee und Gebäck war Gelegenheit zum Gespräch. In einem Vortrag mit anschaulichen Fotos haben wir noch viele Details über Geschichte und vor allem die aktuelle Situation der Menschen in Kuba erfahren. Berichte von Kuba-Reisenden aus der Gruppe bestätigten die Schönheit des Landes. Bleibt zu hoffen, dass die Veränderungen, die sich durch die

Öffnung des Landes ergeben, für die Lebenssituation der Menschen in Kuba positiv auswirken.

(Bericht: Monika Güll, Fotos: A. Gardt)

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Neujahrsempfang in Lindau 2016

Die Kreuzkirchengemeinde hatte zum traditionellen ökumenischen Neujahrsempfang eingeladen und viele Interessierte sind gekommen. Nach der Begrüßung durch Pastor Möhle hat Pater Alex, begleitet mit vielen Bildern sehr anschaulich von seinem Lebensweg von Indien über Südafrika ins Eichsfeld berichtet. Nach mehreren Jahren auch als Leiter einer Schule in Nordostindien suchte er eine neue Herausforderung in Südafrika, wo er maßgeblich beim Bau einer neuen großen Kirche mitgewirkt hat. Beeindruckend waren seine Schilderungen eines Sonntags in der Gemeinde: alle ziehen sich fein an, gehen zur Kirche und feiern Gottesdienst, der mindestens zwei bis drei Stunden dauert. Vorbereitet wird dieser von einer wechselnden Gruppe, die sich jeweils schon am Montag vorher trifft; neben Wort und Schriftlesung gehören auch Musik und Tanz dazu. Und auch nachmittags bleibt die Gemeinde noch gerne  beieinander. Der Sonntag ist also noch ein richtiger Höhepunkt in der Woche - könnten wir doch davon auch etwas in unseren Kirchen- und Pfarrgemeinden lernen.

Nach vielen erfolgreichen Jahren in Südafrika führte sein Weg dann nach Deutschland, wo er in Hildesheim, Alfeld und schließlich in Goslar tätig war, bevor ihm die Leitung der Pfarrei Lindau-Bilshausen anvertraut wurde.

Viele Fragen wurden beantwortet und die Gesellschaft blieb bei  angeregter Unterhaltung noch ein paar Stunden beisammen. Unsere Gemeinden können sich glücklich schätzen, einen so engagierten Geistlichen zu haben, der auch die gewachsene Ökumene weiter pflegt.                                                       (Bericht: M. Güll, Fotos: A. Gardt)

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